Im Zuge der Star Wars Euphorie hat EA Star Wars Battlefront auf den Markt gebracht und damit nach langem Warten der Fans ein neues Battlefield im Star Wars Universum. Aber ist es wirklich das Spiel was die Fans wollten?
Fangen wir doch beim Aufbau an. Unter den so genannten Missionen bekommt man nach dem Tutorial die Möglichkeit in den Luft- und Bodenkampf rein zu schnuppern. So könnt ihr z.b. mit dem Snowspeeder die AT-AT`s zum Fall bringen oder mit den Speederbikes Rebellen im Wald von Endor zu jagen. Die 5 Trainingsmissionen sind jeweils in unter 10 Minuten erledigt. Aber man kann die Missionen auch im Koop mit einem Freund mit Splittscreen spielen oder online was es einfacher macht die Herausforderungen in den Missionen erleichtert aber auch die Motivation. Dafür bekommt ihr dann als Belohnung Credits die ihr für Ausrüstung investieren könnt. Davon ab könnt ihr euch mit Freunden in der Bestenliste messen.
Im Spielmodus Schlacht habt ihr dieselben Möglichkeiten. Den Modus könnt ihr entweder alleine oder im Splittscreen auf vier Planeten schlagen gegen Bots. Entweder auf der Seite der Rebellen oder für das Imperium. Ähnlich wie bei Spielmodus „Abschuss bestätigt“ bei CoD reicht hier das simple Töten der Gegner nicht aus, es muss auch eine Marke eingesammelt werden den Kill zu bestätigen. Allerdings kann die Marke auch vom Gegner weggeschnappt werden und so ebenso Punkte zu sammeln. Das Team was als erstes 100 Punkte hat gewinnt. Aber die Regeln sind leider nicht Variabel was die Abwechslung im Spielmodus nicht steigert. Und die KI Gegner strotzen nicht grade vor Intelligenz was das ganze zur Moorhuhn jagt degradiert. Nur der einstellbare Schwierigkeitsgrad ändert die Situation ein wenig oder die Möglichkeit der Heldengefechte die man Aktivieren kann. Dann kann man den Gegner als einer der Berühmten Star Wars Helden den gar ausmachen.
Ein weiterer Modus ist Jägerstaffel, in diesem Modus sind Luftkämpfe an der Tagesordnung und ihr könnt mit den Raumschiffen aus Star Wars auf Gegnerjagt gehen und spannende Luftkämpfe erleben. Raumschlachten gibt es leider nicht was DICE erst vor kurzem für kommende DLC`s abgesagt hat.
Zu guter Letzt gibt es noch mit „Überleben“ einen Horde-Modus in dem man alleine oder im Koop immer stärkere Gegner Wellen überstehen müsst. Als Motivation dienen auch hier wieder Herausforderungen und Credits als Belohnung. Ebenso wie die Bestenliste die nach Einzelspieler und Koop unterscheidet.
Auch wenn es keine Kampagne gibt ist es doch erfreulich zu sehen das Dice sich die Mühe gegeben hat trotzdem viele Inhalte für Einzelspieler einzubauen und auch einen Splittscreen Modus für Koop eingebaut hat was in aktuellen Spielen leider nicht mehr häufig geschieht. Aber mit der Zeit merkt man das damit nur eine Aufwärmphase für den Multiplayer Modus gebaut wurde um sich mit dem Spiel vertraut zu machen und schon mal verschiedene Kleinigkeiten freizuschalten. Der Kern des Spiels und wovon es lebt ist der Multiplayer Modus.
Und im Multiplayermodus hat Dice das Star Wars Feeling sehr gut eingefangen und auch durch die Größe der Schlachten von bis zu 40 Spielern machen Spaß. Die Original Soundeffekte und der Soundtrack, dazu bekannte Schlachtfelder wie Hoth oder Endor auf denen AT-ST`s, Speederbikes und andere Fahrzeuge über die Schlachtfelder stapfen oder fliegen und im Sekunden Takt Thermaldetonatoren explodieren ist man sofort im Spiel gefangen. Und dann noch die Möglichkeit die Rolle von Darth Vader oder Luke Skywalker zu übernehmen lässt das Fan Herz höher schlagen.
Die Grafik von Star Wars liegt voll auf Höhe der Zeit und sieht in der von uns getesteten Xbox One Version sehr gut aus. Ob der Wald von Endor oder Schlacht von Jakku die als Kostenloser DLC zu bekommen ist, überall kleine Details. Und das schöne ist das die Schlachten auch bei voller Spieleranzahl flüssig und ruckelfrei laufen. Und das selbe gilt auch für die Serververbindung, die ist auch sehr stabil und schnell. Ganz anders als zum Start so manches Battlefields wo so einiges gepached werden musste bis es rund lief.
Bei Star Wars Battlefront hat DICE viel Wert darauf gesetzt das Spiel für Einsteiger möglichst zugänglich zu gestallten. Dementsprechend ist die Shootermechanik simpel ausgelegt. Es gibt zwar eine recht große Auswahl an Blastern die sich zwar in den Bereichen Schaden, Feuergeschwindigkeit und Reichweite unterscheiden aber da die Waffen keinen Rückstoß haben fühlen sie sich sehr ähnlich an und dürfen kaum individualisiert werden. Allerdings geht die Bedienung der Waffen auch leicht von der Hand. Und über Munitionsmangel braucht man sich auch keine Sorgen machen da die Blaster keine brauchen. Dafür muss lediglich auf die Überhitzung der Waffe achten, kann das abkühlen aber mit einem „Nachladesystem“ ähnlich wie bei Gears of War verkürzen.
Das Schöne daran ist das auch Anfänger Erfolge feiern können und man kein Hardcore Shooter Spieler sein muss. Während man zb bei Call of Duty Killstreaks erreichen muss oder einen Höheren Rang um voran zu kommen findet man hier auf den Karten Pickups mit denen man Stationäre Geschütze aufbaut oder Orbital Angriffe auf den Gegner niederprasseln lässt. Das Steuern von AT-AT`s und anderen Fahrzeugen läuft hier ebenso über Pickups. Aber ähnlich wie bei anderen Multiplayer Shootern kann man auch hier im Level aufsteigen und dadurch neue Waffen freischalten aber ebenso Ausrüstung um seinen Charakter zu Individualisieren.
In der Theorie ist das Pickup System gut und fair weil jeder die Möglichkeit bekommt diese zu nutzen unabhängig davon wie gut oder schlecht er ist. In der Praxis aber sieht es etwas anders aus. Spieler die schon länger dabei sind wissen natürlich wo es welche Pickups gibt und campen diese. Nur mit viel Glück bekommt auch wer anders manches Pickup. Trotzdem ist SW: Battlefront ein Beleg für einen ausgeglichenen Mainstream Shooter in dem man auch ohne langes Üben und die Reflexe eines Jedis Erfolge feiern kann und Spaß hat. Aber das dürfte für Battlefield Veteranen gleichzeitig ein Dorn im Auge sein, die sich mehr Taktische Tiefe erhofft haben. Aber im Vergleich zu den Fähigkeiten Overkill der Letzten Jahre in anderen Shootern ist dieses System erfrischend. Da man direkt loslegen kann ohne viel Brimborium. Und der Star Wars Bonus zieht einen immer wieder in die Schlacht.
Während DICE sich bei der Modus Auswahl viel Mühe gegeben hat um dem Spieler möglichst viel Auswahl zu bieten und die Karten groß und abwechslungsreich designt sind und für die Spieleranzahl ausgelegt sind so gibt es doch Grund zu meckern. Es gibt zwar sehr viel abwechlung auf den Karten, so ist auf Tatooine durch die Wüstenumgebung sehr karg und bietet nur Felsen und Felsüberhänge als Deckung so sieht das Ganze auf Endor wieder anders aus. Der Waldmond bietet viele verwinkelte Pfade durch die Bäume aber man muss immer ein Auge nach oben gerichtet halten da in den Bäumen auch Wege sind. Diese und die anderen Schauplätze mögen sehr gut Design sein, aber selbst mit dem Kostenlosen DLC sind es nur sehr wenig Maps gibt die man spielen kann, nämlich 13 und diese über alle Spielmodi verteilt sind. Dementsprechend schnell hat man alle Schlachtfelder schnell gesehen und hätte gerne ein paar mehr Maps. Dabei hätte man mit ein paar Wettereffekten oder Ereignissen auf den Maps mehr Abwechslung bringen können aber leider wurde diese Karte nicht gespielt. EA weist zwar immer wieder, und das sehr penetrant, daraufhin das mit dem Season Pass neue Karten hinzukommen werden. Aber noch weiß man nicht was EA bzw DICE da geplant haben, außer das definitiv keine Raumschlachten kommen. Und man fragt sich bei den Karten warum man sich nur auf die alte Trilogie konzentriert wurde, abgesehen von Jakku, da doch auch die neue Trilogie den einen oder anderen Interessanten Schauplatz geboten hätte. Und auch abseits der Rebellen und dem Imperium hätte man dann noch die ein oder andere Fraktion einbauen können, wenn auch nicht grade Jar Jar Binks 😉
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Grafik - 9/109/10
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Sound - 9/109/10
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Story - 3/103/10
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Gameplay - 7/107/10
Kurzfassung
Star Wars Battlefront sorgt für eine Gefühlsachterbahn. Wer sich zum ersten Mal in die Mehrspieler Schlachten stürzt freut sich über die gute Grafik und die Altbekannten Schauplätze. Dazu die gute Performance, da sich die Schlachten selbst bei vollen Servern ruckelfrei spielen lassen und das auf die großen Maps. Dice hat es sehr gut geschafft das Star Wars Feeling einzufangen. Aber spätestens wenn man die Maps alle mehrfach gesehen hat setzt Ernüchterung ein und man wünscht sich mehr Abwechslung mit mehr Maps. Und da ändert auch die riese Modus Auswahl nichts dran. Und auch die begrenzte Möglichkeit zur Individualisierung der Ausrüstung und der Charakter wirkt sich nicht positiv aus. Und wer sich auf eine Spanende Solo Kampagne kämpft bei SW Battlefront sowieso auf verlorenem Posten und sollte sich lieber nach einem anderem Spiel umsehen. Und für die Zukunft ist es fraglich was DICE bzw EA mit dem Season Pass bringen wird, den sie sich teuer bezahlen lassen.

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