Mit Star Ocean: The Second Story R kehrt ein echter JRPG-Klassiker zurück. Das ursprüngliche Star Ocean: The Second Story erschien bereits am 12. April 2000 in Deutschland für die PlayStation/PSX und konnte sich damals vor allem durch sein umfangreiches Gameplay, das Echtzeit-Kampfsystem und seine ungewöhnliche Mischung aus Science-Fiction und Fantasy einen Namen machen.
Mehr als zwei Jahrzehnte später zeigt das Remake eindrucksvoll, wie gut dieses Konzept gealtert ist.

Eine gelungene Mischung aus Retro und Moderne
Optisch geht The Second Story R einen ungewöhnlichen Weg. Die klassischen 2D-Charaktere werden mit dreidimensionalen Umgebungen kombiniert. Dadurch entsteht ein moderner 2,5D-Look, der dem Spiel einen ganz eigenen Charakter verleiht.
Statt den ursprünglichen Stil komplett über Bord zu werfen, bewahrt das Remake bewusst einen großen Teil seines Retro-Charmes. Genau diese Mischung funktioniert erstaunlich gut und lässt das Abenteuer gleichzeitig nostalgisch und modern wirken.
Deutlich flüssigeres und actionreicheres Kampfsystem
Eine der größten Verbesserungen betrifft das Kampfsystem. Bereits das Original setzte auf Echtzeitkämpfe, doch The Second Story R spielt sich deutlich flüssiger und actionreicher.
Angriffe, Spezialtechniken und Fähigkeiten lassen sich wesentlich dynamischer einsetzen. Gleichzeitig wurde das Kampfsystem um neue Mechaniken erweitert, darunter das Break-System, bei dem Gegner durch konstanten Schaden geschwächt und anschließend für besonders heftige Angriffe verwundbar gemacht werden können.
Dadurch fühlen sich die Kämpfe wesentlich moderner an, ohne den grundlegenden Charakter des Originals zu verlieren. Gerade bei stärkeren Gegnern kommt zusätzlich eine taktische Komponente hinzu.

Enorm viel zu entdecken
Auch abseits der Hauptgeschichte hat The Second Story R einiges zu bieten. Mit den Private Actions, zahlreichen Fähigkeiten, Spezialitäten und umfangreichen Möglichkeiten zur Gegenstandserstellung bietet das Spiel eine ungewöhnlich große spielerische Freiheit.
Kochen, Schmieden, Erfinden und weitere Spezialitäten ermöglichen es, die eigene Gruppe individuell weiterzuentwickeln. Viele dieser Systeme sind nicht zwingend notwendig, machen aber einen erheblichen Teil des Reizes aus.
Hinzu kommt die Wahl zwischen Claude und Rena als Hauptfigur. Dadurch erlebt man die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven und kann bei einem zweiten Durchgang weitere Inhalte entdecken.

Der Soundtrack: Nostalgie pur
Besonders hervorzuheben ist der Soundtrack. Die Musik von Motoi Sakuraba, der bereits für das Original verantwortlich war, wurde für das Remake neu arrangiert. Dabei wurden unter anderem die Kampfthemen für Live-Band-Performances neu interpretiert und zusätzliche Instrumente eingesetzt.
Und genau hier spielt The Second Story R seine größte Stärke für Fans des Originals aus: Der Soundtrack versetzt einen regelrecht in die Nostalgie der frühen JRPG-Zeit.
Viele Melodien besitzen trotz der Überarbeitung noch immer den unverwechselbaren Charakter des Originals. Gleichzeitig klingt die Musik deutlich voller und moderner. Wer bereits das ursprüngliche Spiel kennt, dürfte bei einigen Stücken unweigerlich Erinnerungen an die PlayStation-Ära bekommen.

Nicht alles ist perfekt
Trotz der vielen Verbesserungen bleibt The Second Story R ein Spiel, das seine Wurzeln nicht verleugnet.
Die zahlreichen Gameplay-Systeme können gerade zu Beginn etwas überwältigend wirken. Fähigkeiten, Spezialitäten, Crafting, Private Actions und Charakterentwicklung eröffnen zwar viele Möglichkeiten, verlangen aber auch etwas Einarbeitung.
Auch die Erzählweise entspricht teilweise noch deutlich den klassischen JRPG-Strukturen der damaligen Zeit. Wer ausschließlich moderne, stark cinematische Geschichten gewohnt ist, könnte manche Elemente als etwas altmodisch empfinden.
Für ein Remake ist das allerdings eher ein bewusster Stil als ein gravierendes Problem.
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Story
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Gameplay
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Grafik
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Musik
Fazit
Star Ocean: The Second Story R gefällt mir verdammt gut. Das Spiel schafft etwas, das bei Remakes längst nicht selbstverständlich ist: Es bewahrt den Charme und die Identität des Originals, verbessert gleichzeitig aber genau die Bereiche, die von moderner Technik profitieren.
Das deutlich flüssigere und actionreichere Kampfsystem, die wunderschöne 2,5D-Optik, die zahlreichen Gameplay-Systeme und vor allem der fantastische Soundtrack machen The Second Story R zu einem hervorragenden JRPG.
Natürlich ist nicht jedes Element perfekt und gerade die Vielzahl an Systemen kann zunächst erschlagend wirken. Insgesamt überwiegen die Stärken jedoch sehr deutlich.
Wer klassische JRPGs liebt, bekommt hier eine der gelungensten Neuauflagen eines Genre-Klassikers. Und auch für Neueinsteiger ist Star Ocean: The Second Story R ein hervorragender Einstieg in die Reihe.

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