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Der PC-Spiele-Shop GOG wurde offiziell verkauft

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© GOG

CD Projekt, die Entwickler von The Witcher, haben bestätigt, dass sie den PC-Spiele-Marktplatz GOG an Mitgründer Michal Kicinski zurückverkauft haben und sich damit von dem DRM-freien Shop trennen.

Seit der Gründung durch den polnischen Spieleentwickler im Jahr 2008 hat sich GOG zu einer beliebten Anlaufstelle für Gamer entwickelt, die dort DRM-freie Versionen zahlreicher bekannter Spiele finden. GOG ist in den fast zwei Jahrzehnten seines Bestehens stetig gewachsen und bietet beliebte Titel wie Baldur’s Gate 3, die Tomb Raider-Reihe und viele weitere ohne DRM-Beschränkungen an.

GOGs jüngste Bemühungen legen großen Wert auf die Bewahrung von Videospielen, wobei das Unternehmen große Fortschritte bei der Erhaltung älterer Titel erzielt. Ende 2024 startete GOG das GOG Preservation Program als neue Initiative mit dem Ziel, ältere Spiele zu restaurieren und auf moderner Hardware spielbar zu machen. Das GOG Preservation Program hat zahlreiche Neuveröffentlichungen beliebter älterer Videospiele ermöglicht, darunter die ursprüngliche Resident Evil-Trilogie und Alpha Protocol sowie viele weitere Titel. Nun trennt sich CD Projekt offiziell von GOG und verkauft die Plattform an einen der Gründer des Marktplatzes.

Am Montag gab CD Projekt bekannt, dass Mitgründer und Hauptaktionär Michał Kiciński 100 % der Anteile an GOG für 90,7 Millionen PLN (25,2 Millionen US-Dollar) erwirbt. Im Rahmen der Vereinbarung unterzeichneten CD Projekt und GOG einen Vertriebsvertrag, der unter anderem die Veröffentlichung der kommenden Spiele von CD Projekt Red auf der Plattform vorsieht.

In der Pressemitteilung erklärte CD Projekt, sich künftig wieder verstärkt auf die Videospielentwicklung konzentrieren zu wollen und sich voll und ganz der Entwicklung erstklassiger Rollenspiele zu widmen. GOG wird nach dem Verkauf unter Kicinskis Führung weiterhin unabhängig agieren. Es besteht bereits eine Vereinbarung mit dem polnischen Entwickler, zukünftige Spiele von CD Projekt auf GOG zu veröffentlichen.

Kicinski lobte in seiner Stellungnahme CD Projekt und seinen GOG-Mitgründer Marcin Iwinski und betonte, dass beide Seiten GOGs Vision teilen, dass Spiele den Spielern, die sie erwerben, wirklich gehören.

CD Projekt-CEO Michael Nowakowski lobte seinerseits den Mitbegründer von GOG. Nowakowski dankte den GOG-Mitarbeitern für die jahrelange Zusammenarbeit mit CD Projekt bei der gemeinsamen Führung der Plattform mit dem polnischen Studio. Er betonte außerdem, dass der Besitzerwechsel ein Abschiedsgruß an die Fans sei und bekräftigte CD Projekts Absicht, alle neuen Spiele, darunter die in Entwicklung befindlichen Titel The Witcher 4 und Cyberpunk 2, auf GOG zu veröffentlichen. Das GOG-Management versicherte den Fans zudem, dass der Besitzerwechsel nicht auf finanzielle Schwierigkeiten zurückzuführen sei und die Plattform für 2025 ein vielversprechendes Jahr erwarte.

Laut Nowakowski agierte GOG innerhalb der Gruppe bereits seit geraumer Zeit unabhängig. Mit der Übergabe an Kiciński, so Nowakowski, befinde sich die Plattform nun in „vertrauenswürdigen Händen eines der ursprünglichen Gründer“.

Der Verkauf von GOG ermöglicht es CD Projekt, seine gesamte Energie in die spannenden neuen Projekte zu investieren. Der Entwickler präsentierte den Fans bei den Game Awards 2024 mit einem filmreifen Trailer einen ersten Einblick in The Witcher 4. Die Reihe rückt dabei Ciri, Geralts Adoptivtochter, in den Mittelpunkt. CD Projekt deutete an, dass im nächsten Witcher-Spiel, dem ersten Teil einer neuen Trilogie um Ciri, mehr Wert auf erzählerische Entscheidungen gelegt werden soll. Außerdem arbeitet CD Projekt an einem neuen Multiplayer-Spiel im Witcher -Universum.

CD Projekts bekannteste Spielereihe hat sich in den letzten Jahren weit über ihre Roman-Wurzeln hinaus entwickelt. Der Erfolg der Witcher -Romane und -Videospiele brachte eine beliebte Live-Action-Serie auf Netflix hervor, deren vierte Staffel im Oktober 2025 Premiere feierte. Die Reihe erhielt außerdem zahlreiche Ableger, von einem Brettspiel und einem Pen-&-Paper-Rollenspiel bis hin zu einem eigenen Videospiel, das auf dem Witcher- Kartenspiel Gwent basiert. CD Projekt kündigte zudem ein Remake des Original -Witcher-Spiels an, das vom polnischen Entwicklerstudio Fool’s Theory entwickelt werden soll.

Der Abschied von GOG ermöglicht es CD Projekt, seine Anstrengungen auf die Entwicklung seiner Spiele zu intensivieren und den Markt an einen seiner ursprünglichen Gründer zurückzugeben.

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