Sony schließt offiziell Dark Outlaw Games, ein 2025 gegründetes Studio für Ego-Shooter-Spiele.

Dies ist bereits das zweite Sony-Studio, das in den letzten Wochen geschlossen wurde.

Wie Fans wissen, kündigte PlayStation im Februar an, dass Bluepoint Games im März 2026 geschlossen wird (wir berichteten). Bluepoint war ein renommiertes Studio, das für Remakes wie Shadow of the Colossus und Demon’s Souls verantwortlich war. Nachdem Bluepoint an God of War: Ragnarok mitgewirkt und an einem eingestellten God-of-War-Live-Service-Spiel gearbeitet hatte, konnte das Studio offenbar kein weiteres Projekt an Land ziehen und wurde daraufhin von PlayStation geschlossen. Nun ereilte Dark Outlaw Games ein ähnliches Schicksal.

Jason Blundell gründete 2021 Deviation Studios. Das Studio kooperierte mit PlayStation, doch Blundell verließ es bereits ein Jahr nach der Gründung, und 2024 wurde es geschlossen. Anschließend gründete Blundell Dark Outlaw Games, ein Studio im Besitz von PlayStation.

Dark Outlaw Games wurde vor fast genau einem Jahr, im März 2025, angekündigt und von Jason Blundell, dem ehemaligen Leiter von Call of Duty, der vor allem für die Black Ops-Reihe und den Zombies-Spielmodus bekannt ist, gegründet. Es hatte seinen Sitz in Los Angeles.

Die Schließung des Studios wurde von Jason Schreier (Bloomberg) berichtet. Schreier hat bisher keine genauen Zahlen zu möglichen Entlassungen genannt, außer der Zahl von „etwa 50“, sodass das volle Ausmaß noch unklar ist.

Bisher wurden jedoch keine Details zum ersten Projekt von Dark Outlaw Games bekannt gegeben. Es ist ungewiss, ob jemals weitere Informationen zu Dark Outlaw Games oder den dort entwickelten Marken veröffentlicht werden.

Schreier berichtet außerdem, dass PlayStation weitere Stellenstreichungen vornimmt, insbesondere in den Abteilungen für die Entwicklung mobiler Spiele. Berichten zufolge wurden rund 50 Mitarbeiter entlassen. Dies ist nur die jüngste Welle von Entlassungen, Stornierungen und Studioverlusten, die PlayStation und andere Unternehmen in den letzten Wochen erlitten haben.

Die Branche scheint angesichts anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten, Investitionsproblemen und ähnlicher Faktoren massiv an Talenten und Entwicklern zu verlieren.

Beispielsweise teilte Tim Sweeney, CEO des Epic Games Store, am selben Tag wie die PlayStation-Ankündigung über den Epic Games Blog mit, dass es beim Fortnite-Entwickler zu Massenentlassungen kommen werde. Kurz gesagt: Da Fortnite seit 2025 an Nutzerzahlen verliert, gibt das Unternehmen mehr aus, als es einnimmt. Die Folge: Über 1.000 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs. Angesichts der Tatsache, dass Fortnite ein anhaltendes kulturelles Phänomen ist, fällt es vielen schwer, diese Begründung zu glauben, und sie stellen die Führung von Epic in den vergangenen Jahren infrage.

Leider ist kein Ende der Massenentlassungen in der Branche in Sicht.

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