Es ist schon länger bekannt, dass das Star Wars: Knights of the Old Remake seit seiner Ankündigung 2021 den Besitzer gewechselt hat.
Während die ganze Geschichte der schwierigen Entwicklung des Remakes von Knights of the Old Republic noch nicht ans Licht gekommen ist, deuten mehrere Berichte darauf hin, dass das Projekt, das als Zusammenarbeit zwischen dem Entwicklerstudio Aspyr und den Produktionspartnern Lucasfilm Games und Sony Interactive Entertainment angekündigt wurde, nach Entwicklungsproblemen komplett neu gestartet wurde.
Die von Aspyr entwickelte Version wurde 2022 eingestellt, und Saber übernahm das Projekt . Details zu diesem eingestellten KOTOR-Remake waren rar, doch nun hat man möglicherweise den bisher besten Einblick in das Spiel.
MP1st hat einen offenbar unfertigen Entwurf einer Eröffnungssequenz für Aspyrs KOTOR-Remake entdeckt. Dieser neue Clip soll aus der Aspyr-Ära der Spielentwicklung stammen, bevor das Projekt schließlich zu Saber Interactive wechselte.
Laut ihren Angaben fand man diesen im Online-Portfolio eines Animators. Sollte er echt sein, zeigt er, dass Aspyr bereit war, einige Änderungen am Originalspiel vorzunehmen – die bedeutendste davon wäre die vollständig vertonte Hauptfigur.
Wie schon vor dem Abspielen erkennbar, handelt es sich hier eindeutig um einen sehr frühen Entwurf, daher hätte sich alles noch bestimmt geändert. Es gibt weder Charaktermodelle noch Sprachausgabe – die Dialoge wurden von jemand anderem gesprochen –, aber anhand der Untertitel konnte man die Charaktere identifizieren.
Die Zwischensequenz zeigt den Beginn von KOTOR, in dem das Schiff des Spielercharakters angegriffen wird. Trask bringt ihn in Sicherheit, und der Spieler entkommt mit Carth, den man ebenfalls in der Sequenz hört. Der Weg dorthin ist hier jedoch ganz anders: Der Anfang ist deutlich filmischer gestaltet und scheint Trask mehr Handlungsspielraum zu geben, bevor er (Vorsicht, Mini-Spoiler) stirbt.
Die größte Abweichung vom Originalspiel wäre gewesen, dass der Spielercharakter in diesen Zwischensequenzen vollständig vertont gewesen wäre. Im Originalspiel wählte man (nicht vertonten) Dialoge selbst aus, was bedeutete, dass man in den Zwischensequenzen stumm war – wie es damals bei BioWare-Spielen üblich war.
Eine vollständige Sprachausgabe hätte alles verändert, insbesondere wenn dies auch die Gespräche mit den Begleitern auf der Ebon Hawk umfasst hätte. Es hätte sehr nach Mass Effect klingen können, aber das wird man wohl nie erfahren.
Es ist nicht bekannt, ob Saber die Arbeit von Aspyr fortführt oder nicht. Daher ist es reine Spekulation, ob der Protagonist im fertigen Spiel – sollte es jemals erscheinen – vollständig vertont sein wird. Es wird zwar immer wieder versichert, dass das Spiel kommen wird, aber bisher hat man noch keine Lebenszeichen gesehen.
Was die Frage nach vertonten Protagonisten angeht, hat Baldur’s Gate 3 bewiesen, dass diese in Rollenspielen nicht unbedingt notwendig sind. Das könnte die Entwickler dazu bewogen haben, sich eher an den Rollenspiel-Ansatz der 2000er-Jahre zu halten.
Das Schicksal des Remakes von Knights of the Old Republic ist ungewiss. Im Jahr 2025 kündigte Casey Hudson, der ursprüngliche Projektleiter von Knights of the Old Republic, im Rahmen der Game Awards an, dass er die Regie bei Star Wars: Fate of the Old Republic übernehmen werde, einem spirituellen Nachfolger des Spiels.



















